Opening photos

David Pujado, founder and director of the Belgrade Photo Month festival

Susanne Junker

David Laufer, LauferArt Galerie

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David Pujado, founder and director of the Belgrade Photo Month festival Belgrade

Marija Jovanovic, founder and director of CEDRA, center for social balance, Belgrade

Susanne Junker


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Artist statement: Re-Searching Identity

Selfie culture? Researching Identity through self-portraiture.

In the 1990s I earned a living as a subject in front of the camera. Years later, I radically shifted this orientation: I became the author of my own representation, gradually creating an extensive body of self-portraits. I have been doing this kind of work ever since, questioning always the position of the subject-woman with respect to the camera lens.

When I first began my work as a photographer, I drew inspiration from the work of Claude Cahun and Cindy Sherman among others, and I felt myself in good hands in this rather exclusive club of self-portraiture artists. Who could have imagined that 15 years later, “selfie” would become the word of the year in 2013 and that what seems like everyone in the world would be snapping away with a built-in camera-telephone turned around and aimed at themselves?

How the “self” actually figures in our increasingly “selfie culture” and what we as artists choose to put in our frames? Is there a difference of how do we present ourselves on social media and in art galleries? What does “perfection” mean? I ask about the distinction between art photography and contemporary selfies? In so doing, I evoke the explosive combination of anxiousness and celebration that comes from daring to realise abstract ideas with one’s own body, during the performance of the absolutely singular mixture of numbness and physical pain produced by the photo shoot as an experience of the process of creating art. What, if any, continuum can we draw between the image produced by that intense experience and
the quick image produced by an IPhone X and available filter work?

Susanne Junker

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Selfi kultura? Istraživanje identiteta kroz autoportrete.

Devedesetih godina prošloga veka dobila sam priliku da živim kao
subjekat ispred kamere. Nekoliko godina kasnije radikalno sam promenila ovu orijentaciju: postala sam autor sopstvene pojave, konačno stvarajući uveličano telo autoportreta. Bavila sam se ovim tipom posla jako dugo, preispitujući položaj subjekta-žene, sa poštovanjem prema objektivu kamere.

Kada sam prvi put počela da radim kao fotograf, crpela sam inspiraciju, između ostalih, od Klod Kaun i Sindi Šerman i osećala sam da sam u dobrim rukama, jer sam u ovom prilično eksluzivnom krugu umetnika autoportreta. Ko bi samo mogao da zamisli da će 15 godina kasnije reč „selfi” da postane reč 2013. godine i da će ljudi širom sveta da se fotkaju kamerom mobilnog telefona sa rukama udaljenim od sebe, telefonima okrenutim naopačke usmerenih ka njima?

Kako se čovek uopšte definiše u našoj sve snažnijoj „selfi kulturi” i šta mi kao umetnici biramo da stavimo u ramove? Postoji li razlika između toga kako predstavljamo sami sebe na društvenim mrežama i u umetničkim galerijama? Šta „savršenstvo” uopšte znači? Koja je razlika između umetničke fotografije i privremenog selfija? I tako razmišljajući probudim u sebi eksploziju anksioznosti i slavlja koje dolazi od ideje da se usudim da shvatim apstraktnost ovih ideja svojim sopstevim telom, zajedno sa karakteristikama apsolutne jedinične mešavine utrnulosti i fizičkog bola koji se javljaju pri stvaranju fotografije kao iskustva procesa stvaranja umetnosti. Kakav, ako u uopšte bilo kakav, kontinuum možemo da
uspostavimo između slike nastale iz takvog intenzivnog iskustva i brzog snimka napravljenog pomoću IPhone-a X i propuštenog kroz dostupne filtere?

Susanne Junker


Belgrade Photo Month

Dear friends and colleagues,

I am happy to announce that my work was selected for the Belgrade Photo Month festival, following the kind invitation from curator David Pujado and David Laufer from LauferArt gallery. I am presenting a new exhibition “Re-Searching Identity” that focuses on some of my first works from the 1990s, a new installation from my ongoing project ID-Identity and selected student works that were developed during my workshop “Re-Searching Identity” that I taught at the China Academy of Art in 2018.

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Re-Searching Identity, 29.3. - 13.4.2019, opening 29.3 at 18h at Laufer ART, Svetozara Radića 4, Belgrade, Serbia.

lauferart.com

Belgrade Photo Month

Sponsored by: Smokvica

I am inviting you to notice the conversation "21st century woman" with art historian Marija Jovanović at the culture center UK Stari grad in cooperation with Cedra Belgrade.

21st century woman, a conversation with Marija Jovanović, 30.04.2019, 11-13h, at UK Stari grad, Kapetan Mišina 6a, 11000 Belgrade, Serbia.

ukparobrod.rs

Goethe Institut Serbia

thanks to the Goethe Institut for promoting my upcoming exhibition “Re-Searching Identity” for the Belgrade Photo Month festival.

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Belgrade Photo Month

Eröffnung: 29. März um 18:00 Uhr

Künstlergespräch: 30. März um 11:00 Uhr in UK Stari Grad, Kapetan-Mišina 6a: Marija Jovanović führt ein Gespräch mit Susanne Junker über ihr Buch „21st century woman”. Das Künstlergespräch wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sozialgleichgewicht (CEDRA) organisiert.


Künstlerisches Statement: Selfie-Kultur? Identitäts-Erforschung mithilfe von Selbstporträts / Selfie culture? Researching identity through self-portraiture

In den 1990er-Jahren habe ich als Fotomodel und damit als Subjekt vor der Kamera gearbeitet. Jahre später kam es zu einer radikalen Veränderung meiner Position innerhalb dieser Konstellation. Ich wurde Fotografin und übernahm damit die Kontrolle über die Darstellung des eigenen Ich. Im Laufe der Zeit entstand dadurch eine umfangreiche Selbstporträt-Sammlung. Mit diesem Thema beschäftige ich mich bis heute, wobei ich immer die Position der Frau als Subjekt im Bezug auf die Kameralinse hinterfrage.

Damals bei meinen Anfängen als Fotografien dienten mir u. a. die Arbeiten von Claude Cahun und Cindy Sherman als wichtige Inspirationsquellen. Ich hatte den Eindruck, ich sei  gut aufgehoben in diesem ziemlich exklusiven Kreis von Künstler*innen, die schwerpunktmäßig mit Selbstporträts arbeiten. Wer hätte damals gedacht, dass nur 15 Jahre später, die Neuprägung Selfie zum Wort des Jahres 2013 erklärt werden sollte? Wer hätte noch erwartet, dass im Kurzen so gut wie jeder ein Smartphone mit eingebauter Kamera besitzen und damit Selfies auf Fließband schießen wird?

Wir leben heute in einer 14 x 7 cm Welt, die auf die Durchschnittsmaße eines modernen Smartphones reduziert ist. Mithilfe von Apps wie Facetune und Meitu gestallten die User*innen von sozialen Netzwerken ihre eigenen retuschierten Avatars. In 2016 haben beispielsweise 360 User*innen die App Meitu benutzt, um damit 2,9 Milliarden Selfies zu retuschieren. Und da frage ich mich, ob diese passionierten Selfie-Schießer*innen den Unterschied zwischen einem Selfie und einem Selbstporträt überhaupt noch kennen? Was für ein Bild haben die eigentlich von sich selbst, wenn man bedenkt, dass die meisten Fotos sofort retuschiert werden? Es ist kein Geheimnis, dass die Zahl der User*innen, die Fotobearbeitungsprogramme benutzen die Zahl der Anhänger*innen von Initiativen wie #nofilter oder #nofacetune übersteigt, und zwar bei Weitem.

Diese und ähnliche Fragen bilden meinen Ausgangspunkt beim Versuch, die Position des „Selbst” in unserer Kultur zu bestimmen, und zwar vor dem Hintergrund der Tatsache, dass diese zunehmend zu einer Selfie-Kultur mutiert. Dabei stelle ich auch die Bilder auf den Prüfstand, die wir als Künstler*innen der Öffentlichkeit präsentieren, und gehe der Frage auf den Grund, ob wir uns auch selbst in diesem Kontext womöglich neu positionieren könnten, indem wir die eigene Identität erforschen? Hätte das einen Einfluss auf unser eigenes künftiges Leben und Arbeiten oder sogar auf das künftige Leben und Arbeiten anderer Menschen? Gibt es einen Unterschied zwischen der Art und Weise, wie wir uns selbst in den sozialen Netzwerken präsentieren, und der Art und Weise, wie wir das in den Kunstgalerien tun? Stellen diese ganzen Selfies und Selbstporträts überhaupt noch „uns” dar? Sind das immer noch „wir”? Was ist in unseren Augen vollkommen? Kann man auch dann von Kreativität reden, wenn man nur noch schnell ein paar Mal anklicken und posten muss?

In diesem Sinne stellt die Ausstellung die Frage nach dem Unterschied zwischen der künstlerischen Fotografie, auf der einen Seite, und den zeitgenössischen Selfies, auf der anderen Seite. Dadurch entsteht eine explosive Mischung von Angst und von Feststimmung, die immer aus dem Wagnis hervorgeht, abstrakte Ideen am Beispiel des eigenen Körpers zu hinterfragen. In diesem Falle geschieht das im Rahmen eines Fotoshootings als Entstehungsprozess eines Kunstwerks, bei dem sich eine einmalige Kombination aus Erstarrung und physischem Schmerz entwickelt. Stellen ein Bild, das auf diese Art und Weise entsteht und mit solch intensiven Erlebnissen verknüpft ist, und ein Foto, das in wenigen Sekunden mit einem IPhone X gemacht und bearbeitet wird, trotzdem nur zwei Pole eines Kontinuums dar, und wenn ja – um was für ein Kontinuum handelt es sich dabei?

Neben den frühen Werken Susanne Junkers aus der „supermodel?”-Serie umfasst die Ausstellung „Researching Identity” auch ihre aktuellen Arbeiten aus dem Buch „21st century woman” und aus dem laufenden Projekt „ID-Identity”. 

Málaga

happy to announce my artist talk “I am not an artist! I am Susanne Junker, artist!” at the Carmen Thyssen Museum in Málaga, Spain on November 28 2018 and the following ID-Identity workshop at La Termica cultural center in Málaga, Spain on November 29 2018.

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Student exhibition at the CAA Shanghai

This exhibition is the result of my workshop RESEARCHING IDENTITY with my students at the China Academy of Art. A personal logo, a self portrait and participating in my project ID-Identity gave them deeper thoughts about themselves in conjunction with art making.

Opening November 14 2018 at the CAA Shanghai

中国美术学院上海设计学院

上海浦东春晓路109号

China Academy of Art, Shanghai Institute of Design

No. 109, Chunxiao Road, Pudong, Shanghai.

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RESEARCHING IDENTITY - artist talk at the Goethe Institut Shanghai

1 November 2018, 19:00h, Goethe Institut, 101 Cross Tower, 318 Fu Zhou Lu, 200001 Shanghai, China.

目前苏珊娜做客上海,参与歌德学院与中国美术学院设计系合办的驻留项目,主持艺术实践学术工作坊。她和学者们一起,继续探讨她长期研究的、关于身份认同的问题。她试图找出,我们作为个人、未来的艺术家或设计师、伴侣或更普遍的,作为一个人应该具有什么特征。每个个体的身份都是复杂的,由不同的行为方式组成,是或被意识到、或未被意识到的反应或棱角的合体。我们如何向公众展示自己,通过媒体演绎也好、在社交媒体展示自拍也好,已经成为我们日常生活中重要的一部分。

苏珊娜将在她的讲座中阐述身份认同的策略和结构、她迄今为止的艺术项目,以及她如何通过摄影探索全球化时代的身份问题。

Im Rahmen eines Residenzprogrammes des Goethe-Institutes und der Designabteilung der Chinese Academy of Art ist Susanne Junker zur Zeit in Shanghai zu Gast und leitet einen akademischen Workshop mit künstlerischer Praxis. Gemeinsam mit den Studierenden geht sie darin ihrer langjährigen Frage nach der eigenen Identität weiter nach. Sie versucht herauszufinden, was uns als Persönlichkeit, zukünftige Künstlerin oder Designer, Lebenspartner oder ganz allgemein als Mensch auszeichnet. Jede einzelne Person besitzt eine komplexe Identität, die sich aus unterschiedlichen Verhaltensweisen, teils uns bewussten, teils uns unbewussten Reaktionen und Facetten zusammensetzt. Wie wir uns selbst öffentlich darstellen, durch Medien inszenieren oder uns selbst porträtieren etwa durch Selfies in sozialen Medien, ist zu einem wichtigen Bestandteil unseres Alltages geworden.

In ihrem Vortrag spricht Susanne Junker über diese Strategien und Konstruktionen von Identität, über ihre bisherigen künstlerischen Projekte und über ihre eigene Suche nach Identität in einer global vernetzten Welt, die sie versucht mit Hilfe der Fotografie zu beantworten.

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Decentralization

very pleased to participate at WhyWhyArt “Decentralization” exhibition,

22nd September - 22nd November 2018

Powerlong Art Center 5th Floor, 
Baolong City, 
3867 Binsheng Road, 
Binjiang District, Hangzhou, China

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Geiles Globales Gesicht (grand global masks), 2009, 12 self-portraits, 40 cm x 60 cm, lambda print on metallic kodak paper.

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SHANGHAI 上海

Dear friends and colleagues,

I am very pleased and honoured to announce that I have been selected by the Goethe-Institut Shanghai and the Shanghai Institute of Design of the China Academy of Art as the finalist and resident artist of the 2018 “German Artists in Shanghai” residency program.

I am grateful and excited to return to Shanghai this fall to continue my artistic creation and to discuss the theme of exhibition making and portrait photography with the students of the China Academy of Art.

I would like to express my gratitude to the Goethe-Institut and the China Academy of Art for their trust and enthusiasm for my work, which has enabled me to continue my long-standing Shanghai story.

亲爱的朋友们和同事们,

在此非常荣幸地宣布,我已被歌德学院(上海)和中国美术学院上海设计学院遴选为2018年度 “德国艺术家在上海”驻留项目的最终获选者和驻留艺术家。

我非常感激,并对于今秋即将回到上海去继续我的艺术创作,并和中国美术学院的学生们共同探讨有关展览制作和肖像摄影的主题而感到格外兴奋。

特此向歌德学院和中国美术学院对我的作品的信任和热情,使我得以延续自己长久以往的上海故事而表示感谢。

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book signing party @ OFR

it was a splendid soiree on June 21st 2018 presenting 21ST CENTURY WOMAN @OFR

Coup de Fourche! opening at Studio Baxton in Brussels

I was invited, within the collective "big picture colorado", at the group exhibition "Coup de Fourche!, curated by Pauline Caplet at Studio Baxton in Brussels. 

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©PaulineCaplet_9739.jpg

Coup De Fourche! + Flash Tattoo #2

Coup de Fourche sera de retour pour sa deuxième édition au Studio Baxton à partir du Vendredi 02 mars 2018 à 19h ! 

L’occasion de (re)découvrir 15 artistes Bruxellois : 
Eliardo (Photographie)
Big Picture Colorado (Photographie)
Jean-François Flamey (Photographie)
Quentin Derouet (Photographie)
Pauline Caplet (Photographie)
Dos Santos (Photographie)
Alex Hop (Polaroid)
Tania Vaiana (Dessin)
Noémie Béchu (Sérigraphie)
Etienne Panier (Gravure)
Juliette Panier (Pastel)
Cornil (Modular Live) 
Pad Blag Tattoo
Lenkatané Tatto

On the wall: Zoé Chauvrat, directrice artistique du fanzine érotico féministe Galante. “The force of female desire would be so great that society would truly have to reckon with what women want, in bed and in the world.” Naomi Wolf, The Beauty Myth, Ed. Chatto & Windus,1990. © PORTRAIT-PAROLE 2016.

On the wall: Zoé Chauvrat, directrice artistique du fanzine érotico féministe Galante. “The force of female desire would be so great that society would truly have to reckon with what women want, in bed and in the world.” Naomi Wolf, The Beauty Myth, Ed. Chatto & Windus,1990. © PORTRAIT-PAROLE 2016.

Susanne Junker & Pauline Caplet

Susanne Junker & Pauline Caplet

my trip to Nanjing

my trip to Nanjing earlier this month for the occasion of the exhibition "On starting another conversation about comparative feminism”, was despite my long time in China a unique experience. Read my exclusive article for GOSEE in German:

https://www.gosee.de/news/id/44216

or in English:

https://www.gosee.us/…/-between-me-and-myself-the…/startpage

about new art making in Nanjing and see additional photos of the trip, the making of my installation, installation views and opening photos.